Gedicht von Friedrich Rückert (1788-1866)
Engel umschweben uns,
wo wir auch gehn,
Engel umgeben uns,
wie wir uns drehn.
Doch wir erkennen sie
nicht in dem Licht,
und zu benennen sie
wissen wir nicht.
Selber zu blenden uns
scheinet der Glanz,
wir von ihm wenden uns
halb oder ganz.
Aber nun haben wir
Engel ein Paar,
denen ja gaben wir
Namen fürwahr.
Und nicht vergaßen wir:
wirklich einmal
selber besaßen wir
leiblich den Strahl.
Sollten wir wenden uns
ab von dem Glanz?
sollten verblenden uns
halb oder ganz?
Nein, wir erkennen euch
freudig im Licht,
und zu benennen euch
zweifeln wir nicht.
Lächelnd ihr Gebet uns
wohl zu verstehn,
daß ihr umschwebet uns,
wo wir auch gehn.
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In tiefstem Herzen wissen wir, daß es Engel gibt, daß es mehr gibt, als das, was wir sehen. Aber wie oft kommt doch der Zweifel…
Aber die innere Stimme, unser Herz erkennt letztendlich immer die Wahrheit. Durch eine Weisheit und eine Sehnsucht, die logisch vielleicht nicht zu erklären ist, aber dennoch schwerer wiegt als jedes erlernte Wissen.