Wenn man beginnt, die Engel in sein Leben einzulassen, beginnt man oft mit kleinen Bitten. Die Brille oder den Hausschlüssel suchen, den man mal wieder verlegt hat. Eigentlich klappt das bei jedem, nur bei einem selber nicht. Warum?
Dazu möchte ich mal eine kleine Gegebenheit erzählen, die mir passiert ist, um dieses kleines Misverständnis zu klären.
Ich hatte an diesem Tag natürlich auch mal wieder meine Sonnenbrille verlegt (was durchaus öfter vorkam) und logischerweise war ich in Zeitdruck. Ich suchte und suchte und musste nach 20 Minuten einsehen, daß ich sie nicht finden konnte. Mein Adrenalinspiegel war schon ansehnlich gestiegen.
Endlich kam mir die Idee, dann doch mal die Engel um Hilfe zu bitten. Inbrünstig bat ich die Engel also, mir beim Suchen zu helfen. Mein Tonfall war demütig, ich war höflich, sagte Bitte und Danke und überließ die Verantwortung meinen lieben Helferengeln.
Ich lief also weiter durchs Haus, kramte, suchte, wartete auf Inspiration. Nach weiteren geschlagenen 30 Minuten suchte ich immernoch – erfolglos. Die Brille war nicht da und mein Adrenalinspiegel kurz vor dem Kollaps.
Was ging hier vor?
Die Engel waren da, ich konnte sie spüren und sah auch ihr freundliches, hilfsbereites Lächeln (was mich in dem Moment aber eher rasent machte).
Irgendwas war falsch.
Ich kurbelte mühsam mein Adrenalin runter, nahm mir einen kurzen Moment (auf den kam es ja nun auch nicht mehr an) und fragte die Engel, was hier los war.
„Nun“, sagten die Engel, „Du hast uns gebeten, Dir beim Suchen zu helfen und genau das haben wir getan“. Sie lächelten wieder milde.
„Vielleicht solltest Du uns nächstes Mal bitten, Dir beim Finden zu helfen“.
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P.S. Es ist wohl unnötig zu erwähnen, daß ich das getan habe und keine 5 Minuten später mit Sonnenbrille das Haus verließ
Genial!!! *lach*… Das zeigt wieder mal, dass man schon genau bitten sollte… hahaha… Engel sind Scherzkekse…
Hallo Barbara,
ja, es ist manchmal schon lustig.
Aber es soll nicht den Eindruck erwecken, als würden die Engel uns veralbern. Sie wollen nur, daß wir lernen „bewusst“ zu sein, was wir eigentlich wirklich wollen.
Wollen wir suchen oder finden?
Ich denke, wir sollten uns in allen Lebenbereichen für das Finden entscheiden
Herzlichst
Cordula
nach dieser kleinen Geschichte ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen!
Ich bin schon seit 1 /1/2 Jahre arbeitslos und suche verzweifelt nach einem geeigneten Job.Ist meine Bitte event. falsch angelegt?
Sollte ich sie anders formulieren`Statt, “ Ich bitte um Euere Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Job, wäre dann wohl besser. “ Helft mir einen geeigneten Job zu finden? oder wie seht Ihr das?Kann es sein, dass bei so einem elementaren Problem, die Formulierung eine Rolle spielt? Ich dachte immer, dass Engel bereits bevor wir den Wunsch ausgesprochen haben, wissen, wo’s fehlt, auch ohne auf eine besondere Redensart zu achten.Kommt es wirklich darauf an? Sind Engel da so genau? Durch meine Bitte lasse ich ja zu, dass sie mir helfen und wenn man nun nicht der Formulierkünstler ist, dann helfen sie einem nicht ??? Kann ich mir nicht vorstellen..oder doch …denn bisher blieben meine Gebete und Bitte unerhört, obwohl es mir so richtig schlecht geht, das aber müssten sie doch auch sehen!
Bin mal gespannt, wie ihr mir da behilflich sein könntet.
Liebeb Gruss
Rita Engel
Liebe Rita,
ich freue mich, daß diese Geschichte bei Dir so eine Art AHA-Effekt ausgelöst hat. Auch mir hat diese Sache ganz gehörig die Augen geöffnet.
Du sagst, Du suchst seit langer Zeit einen Job. Du sagst nicht: Ich bin dabei einen Job zu finden.
Das mag zum Teil allgemeiner Sprachgebrauch sein. Und doch liegt die Konzentration in so einem Fall immer bei der Suche. Weil wir wissen, daß es nicht leicht ist einen Job zu finden. Weil wir wissen, daß es lange dauern kann. Weil wir wissen, daß sogar kompetentere Menschen als wir arbeitslos sind. Weil wir so vieles wissen und dies für uns die Realität darstellt. Und dieses Wissen gestaltet unsere Zukunft.
Natürlich wissen die Engel, was wir bräuchten, aber sie helfen uns eben bei dem was wir „wollen“, sprich anziehen – und das ist, wie Du siehst oft ein grosser Unterschied.
Das Wollen besteht aus unserem Wunsch (Job, Ziel) und dem was wir als Realität (Arbeitsmarktsituation, Zweifel, Angst) kennen. Daraus entsteht dann unsere neue Realität.
Die Engel sind nicht da, um zu kontrollieren, ob wir unsere Wünsche richtig formulieren.
Glaub mir, die Engel stehen oft traurig neben uns und würden so gerne das geben, was wir bräuchten. Aber sie dürfen eben nur das Geben, was wir erbitten.
Lassen wir Zweifel am Ergebnis in unser Herz, wird das Ergebnis auch ein „zweifelhaftes“ sein. Nicht nur die Formulierung ist wichtig, auch unsere Gefühle, die wir ausstrahlen gehen in das Gebet mir ein.
Unsere Gefühle, unsere Überzeugungen und unsere Worte ergeben gemeinsam das Gebet an die Engel.
Stimmen diese drei Punkte überein, erhalten wir ein reineres Ergebnis, als wir es uns je hätten wünschen können.
Aber das Schöne ist doch, daß wir uns ständig verbessern können. Hat ein Wunsch nicht geklappt, liegt das nicht daran, daß die Engel mir nicht helfen oder nur daran, daß ich falsch formuliert habe. Es liegt daran, daß ich meine Einstellung und Gefühle gegenüber dem Ergebnis ändern sollte. Und das kann ich jederzeit tun.
Herzlichst
Cordula
Rita hat etwas angesprochen, dass auch ich mich schon gefragt habe.
Deine Antwort, liebe Cordula, ist schön. Besonders gefällt mir folgender Kernsatz von Dir: „Unsere Gefühle, unsere Überzeugungen und unsere Worte ergeben gemeinsam das Gebet an die Engel.
Stimmen diese drei Punkte überein, erhalten wir das reineres Ergebnis, als wir uns es je hätten wünschen können.“
Dürfte ich diesen ev. in meinem Blog veröffentlichen? Das wäre toll! Natürlich mit Deinem Namen!
Liebe Grüsse
Barbara
Liebe Barbara,
wie könnte ich da nein sagen? Selbstverständlich darfst Du mich zitieren.